Alex Schulman

 4,6 Sterne bei 316 Bewertungen
Autor von Die Überlebenden, Verbrenn all meine Briefe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alex Schulman

Alex Schulman wurde 1976 in Hemmesdynge geboren. Er ist der Sohn des Produzenten und Journalisten Allan Schulman und der Moderatorin Lisette Schulman. Er studierte Film, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Stockholmer Universität. 2010 heiratete er Amanda Shulman, mit ihr hat er zwei Töchter und einen Sohn. Sein Memoir ›Glöm mig‹ wurde in Schweden 2017 zum Buch des Jahres gekürt. ›Die Überlebenden‹ ist sein erster Roman, von der schwedischen Presse gefeiert, stand er wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste. Er erscheint in 31 Ländern.

Alle Bücher von Alex Schulman

Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: 9783423148535)

Die Überlebenden

 (202)
Erschienen am 17.08.2022
Cover des Buches Verbrenn all meine Briefe (ISBN: 9783423290371)

Verbrenn all meine Briefe

 (108)
Erschienen am 21.09.2022
Cover des Buches Verbrenn all meine Briefe (ISBN: 9783742425201)

Verbrenn all meine Briefe

 (3)
Erschienen am 21.09.2022
Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: 9783742420862)

Die Überlebenden

 (2)
Erschienen am 20.08.2021
Cover des Buches Verbrenn all meine Briefe (ISBN: B0BHPFBY64)

Verbrenn all meine Briefe

 (1)
Erschienen am 21.10.2022
Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: B09DZ4Q8H2)

Die Überlebenden

 (0)
Erschienen am 31.08.2021

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Alex Schulman

Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: 9783423282932)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Die Überlebenden" von Alex Schulman

Kindesmisshandlung der eigenwillig traurigen Art ...
engineerwifevor 5 Tagen

Was für eine Familie, was für eine Tragödie!!! Wir haben es hier mit drei Jungen zu tun – inzwischen zu jungen Männern herangewachsen – die ihr ganzes Leben lang verwirrt und verzweifelt um die Liebe ihrer Eltern, insbesondere der Mutter, zu buhlen und zu kämpfen hatten. „Ein Akademikerehepaar immer am Rand des Existenzminimums“ … so oder so ähnlich wurden Vater und Mutter sicher nicht unpassend im Buch beschrieben. Als Kinder merkten es Benjamin, Pierre und Nils nicht wirklich, dass die Eltern kettenrauchende Alkoholiker waren und dass sie stets in einer verwahrlosten Umgebung hausten. Was sie aber sehr wohl merkten war, dass die Gefühle ihnen gegenüber stets unberechenbar waren. Kann eine solche Kindheit je aufgearbeitet werden? Kann der letzte Brief der Mutter als Entschuldigung gelten, der ihr Leben wieder auf den richtigen Weg bringt?

Meine obenstehende Beschreibung lässt erahnen, dass es sich hier um keine leichte Lektüre handelt, und dass ich beim Lesen oft innehalten musste, um das gerade Gelesene verarbeiten zu können. Das Buch hat mich berührt und zugleich wütend gegenüber den Eltern gemacht, die so leichtsinnig mit dem Leben ihrer eigenen Kinder verfuhren. Was mich aber unheimlich im Lesefluss störte, war der Aufbau des Buchs. Man liest quasi die Vergangenheit vom Anfang und die Zukunft führend und die Gegenwart vom Jetzt ins Damals. Obwohl die Kapitel mit entsprechenden Überschriften versehen waren, musste ich mich jedes Mal wieder neu reindenken und überlegen, wo ich mich eigentlich befand. Ich bin mir sicher, der Autor wollte sich damit von der breiten Masse der Roman abheben, bei mir hat er sich damit keinen Gefallen getan und bekommt nun ein Sternchen Abzug. Ich vergebe vier wohlgemeinte Sterne und leider deshalb auch nur eine bedingte Leseempfehlung. 

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Cover des Buches Verbrenn all meine Briefe (ISBN: 9783423290371)
T

Rezension zu "Verbrenn all meine Briefe" von Alex Schulman

"Das Land, das nicht ist"
tessablythevor 14 Tagen

In dem Buch verfolgt Alex Schulman seine eigene Familiengeschichte. Hierfür werden tatsächliche Quellen seiner Familie und der Familie Lagercrantz herangezogen, deren Vergangenheiten eng miteinander verwoben sind.
Schulman als Protagonist versucht mehr über sich und seine Wut, die in ihm tobt, herauszufinden. Er beginnt dort, wo alles seinen Anfang nimmt: In der Familie. Dabei deckt er ein altes Geheimnis seiner Großeltern auf, das sowohl seinen Großvater in ein anderes Licht hüllt als auch das traurige Schicksal seiner Großmutter offenbart, die eine Gefangene ihres eigenen Lebens war.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, obwohl es so nicht den Büchern entspricht, die ich sonst lese. Charakteristisch für das Buch sind die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und zwei Zeitpunkten in der Vergangenheit, durch die sich die Geschichte der Großeltern bzw. der Familie wie ein Puzzle zusammensetzen lässt. Das Buch hat eine leichte Melancholie hervorgerufen und ein tiefes Mitgefühl für die Großmutter des skizzierten Protagonisten. Obwohl der Ausgang der Geschichte von Anfang an feststand, so hoffte man beim Lesen doch auf ein Wunder, auf ein anderes Ende. Am einprägsamsten war die Erkenntnis, das man immer alles dafür tun sollte, dass das eigene Leben einem selbst gehört.
Zum Schluss ein Zitat aus dem Buch, das mich sehr berührt hat:

"Das Land, das nicht ist, ist die andere Seite der Wirklichkeit, es ist ein Ort für Träume - es ist die Summe all dessen, was hätte passieren können, aber nie passiert ist" (S. 261).


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Cover des Buches Die Überlebenden (ISBN: 9783423282932)
Pikamadss avatar

Rezension zu "Die Überlebenden" von Alex Schulman

Unglaublich stark
Pikamadsvor 16 Tagen

Meine Kollegen haben mir dieses Buch empfohlen, und ich kann mich ihrer Begeisterung nur anschließen. Es war unglaublich stark, emotional und fesselnd.

Wir verfolgen drei Brüder in der Verarbeitung ihrer Kindheit nach dem Tod der Mutter, vor allem aus der Sicht und dem Empfinden des mittleren Bruders Benjamin. Nach und nach erfährt man das ganze Ausmaß dramatischer Erlebnisse, die gerade auf Grund der Erzählweise sehr spannend war. Ich war tief bewegt und fand es einfach nur grandios.

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Gespräche aus der Community

Drei Brüder fahren gemeinsam zu dem Ort, der ihr Leben entscheidend verändert hat. Was führt sie dorthin? Und was versprechen sie sich davon? In seinem fulminanten Debüt "Die Überlebenden" erzählt der schwedische Autor Alex Schulman die tragische Geschichte einer Familie und von ihrem Versuch, die Vergangenheit zu verstehen. Sprachgewaltig, spannend und mit einer erschütternden Erkenntnis – das ist unser neuer Titel im Literatursalon!

"Das ist der Schauplatz, so sieht es aus, ein paar kleine Gebäude auf einer Wiese, mit dem Wald dahinter und dem Wasser davor."

Mit "Die Überlebenden" geht es in unserem Literatursalon weiter. Zusammen mit dtv verlosen wir 50 Exemplare dieses fesselnden und aufwühlenden Romans.

Möchtet ihr euch mit anderen Leser*innen über die Brüder Benjamin, Pierre und Nils austauschen, herausfinden, was in dem Holzhaus am See passiert ist und im Anschluss eine Rezension schreiben? Dann beantwortet bis zum 29.08.2021 folgende Frage*:

Was erwartet ihr von diesem Roman? Warum seid ihr die richtigen Leser*innen von "Die Überlebenden"? Überzeugt mich mit euren Antworten!

Ich bin schon jetzt sehr neugierig auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

PS: Auf der Landingpage zum Buch findet ihr mehr spannende Infos zum Buch sowie Story Templates für Instagram, die ihr gern verwenden dürft!

Wenn ihr über alle Aktionen von dtv informiert werden möchtet, dann folgt dem Verlag auf LovelyBooks.

*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

1539 BeiträgeVerlosung beendet
Eric_Maess avatar
Letzter Beitrag von  Eric_Maesvor einem Jahr

danke. Froh es hinter mir zu lassen und trotzdem zufrieden mit diesem Leseerlebnis.

https://www.lovelybooks.de/autor/Alex-Schulman/Die-Überlebenden-2927101328-w/rezension/3715211836/

Schulman, Alex. Die Überlebenden. dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG. München. 2021. 304 S. EUR 22,-

Schwere Kindheit - Verdammt schockierend und herausfordernd zu lesen. Wut, Enttäuschung, Hoffnung, Angst, Liebe und ein Haus am See und Wald in Schweden.

Internationaler Bestseller bei amazon und in Schweden.

Jeder meint sicher eine dysfunktionale Familie zu kennen! Wie fühlen sich die Kinder in so einer, wie wachsen sie auf? Alex Schulman erzählt hier eine schwedische Geschichte mit einem einsamen Haus am See, Wald, drei Brüdern, Vater und Mutter.

Das Buch ist im Hardcover mit orangenem Lesebändchen und einem zeitlos klassischen minimalistischen Cover ausgestattet. Das Cover ist schlicht gehalten und damit zeitlos. Es drückt damit einen Wert aus, der für gute Bücher steht. Die Überschrift Die Überlebenden im Zusammenspiel mit einem Strand und ein See mit dem Himmel und der Morgenröte in verwaschenen Farben und den nackten Kindern macht Assoziationen auf: Kindheit, Unschuld, Leben. Das Cover besitzt eine große Tiefe und Eleganz.

Wow. Was für eine melancholische brutale schöne Welt hat Alex Schulman hier erschaffen. Das Haus am See im schwedischen Wald und dann die drei Brüder zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt. Die Erwachsenenwelt läuft rückwärts und die Kinderwelt vorwärts immer im Wechsel. So wie die Kapitel aufgebaut sind gibt's auch eine Szene mit den konzentrischen Kreisen auf dem See, allerdings nicht vom Punkt nach außerhalb, sondern umgekehrt. Philosophie der Gewalt?

Der Autor treibt hier rhythmisch eine Geschichte in Zeitspulen und Wiederholungen voran, die fesselt und zu Pausen nötigt, um durchatmen zu können und Luft zu holen.

Mutter und Vater sind dem Alkohol verfallen und äußerst brutal und liebevoll zugleich mit ihren Kindern. Diese können ebenso miteinander zwischen Brutalität und Liebe wechseln und funkeln zwischendurch. "Und dann - beginnen sie wieder von vorn. Es ist ein zäher und langwieriger Kampf, als wollten sie einander umbringen, aber sie scheinen es nicht eilig zu haben." "Alles steht leer, die Jahreszeiten wechseln und Jahrzehnte vergehen ... und es umarmt alles, was sich ihm nähert." Poesie in Melancholie. Chapeau! Die Wechsel lassen den Puls beim Lesen steigen und die Gewalt verwirrt und lechzt nach Auflösung und dem Beginn von Harmonie. Hat diese hier je eine Chance?

Die Eltern sind gewalttätig psychisch und physisch und überlassen die Kinder vollständig ihrem Schicksal. Grauenhafte Schilderungen vom Aufwachsen in langen Rückblenden. Heute in der Rückwärtsspur und damals nähern sich an und damals fährt auf den Traktorspuren vorüber. Das so durchzuhalten ist hohe Kunst.

Es kommen so unvermittelte Wechsel zwischen Barbarei und Finesse in der Erzählung, teilweise ist es auch als Leser verstörend. Wie Benjamin sagt: Es ist, als würde ein Teil von mir sagen, dass ich zu Hause bin. Und ein anderer Teil brüllt: Lauf weg!".

Der Abschied vom Haus am See schmerzt irgendwie, da die Jungen hier im Außen doch irgendwie Freiheit und auch Sicherheit für sich hatten. Es beschleicht einen das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren und von der Wirklichkeit abzuheben. Es ist surreal.

Die Grundstimmung ist durchweg sehr negativ ohne Hoffnung, nur am Überleben krasser Situationen und gewaltvollem Alltag. Stück für Stück verschwindet die Welt. Sein ganzes Leben hatte Benjamin gegen das Gefühl angekämpft, die Wirklichkeit würde ihm entgleiten, hatte nach handfesten Dingen und Orten gesucht, um sich daran festzuhalten.

Die Geschichte dreht sich. Das Brutale verschwindet scheinbar und alle einzelnen Familienmitglieder finden in kleinen Sequenzen zueinander und leben dann wieder nebeneinanderher.

Es ist schwer für mich die Intention der Geschichte zu greifen und es liegt eine durchgehende Erschütterung und Melancholie über allem.

Man bekommt durch Benjamin einen Einblick in dieses emotionale und intensive Erleben in Vergangenheit und Gegenwart. Es scheint auf einmal so zusammengehörig was so verstört auseinander war. Zusammen sind die Teile so schwer zu verdauen, da so unglaublich erschütternd und ohnmächtig.

Es gibt zwei Zugänge. Einer wurde als Eingang benutzt, einer als Ausgang – im Wechsel irgendwie – Vergangenheit und Gegenwart. Das Risiko einer Begegnung wurde hier minimiert. Ebenso in der Geschichte, die rückwärts und im heute erzählt wird, so als sollte die Begegnung mit sich selbst verhindert werden. Und dann die schockierende Wahrheit, die Konfrontation mit der Wahrheit und die Ohnmacht die in ihr die ganze Geschichte lebt. Einzelne Geschichten eines Lebens, die am Ende wie Legobausteine vor ihnen zerstreut liegen und er wusste nicht, wie er sie zusammensetzen soll. Was hatte er sich nur angetan.

Die Auflösung schockiert und bringt Verständnis und gleichzeitig weiter Fassungslosigkeit und Ohnmacht.

Zwischendurch die Schreie nach Liebe ohne dass sie für die anderen verstehbar werden. "Er mustert seine Brüder, wahrscheinlich liebt er sie."

Ich mag diese dunkle Poesie des Autors. "Der Himmel öffnet sich, und ein irrsinniger Regen prasselt auf das Auto nieder, und gleich nach dem Regen kommt der Wind. ... Es ist ein Wind, der die Stadt vielleicht hinwegwehen wird, ein Sturm, der einen Menschennamen tragen müsste" Das beschreibt wundervoll diese Geschichte. Es kommt, es hört nicht auf, es verfolgt einen. Vorn, hinten, damals und heute.

Traurige erschütternde Wahrheiten: "Er hatte gedacht, Mama hätte aufgehört zu leben, doch anscheinend hatte sie nur aufgehört, mit ihm, mit ihrer Familie zu leben." "Wir sind hier! schrie er außer sich. Ich und Nils und Pierre. Wir sind hier." "Sie konnten einander nicht helfen, und so ist es schon immer gewesen, ... Keiner von ihnen weiß, wie man sich in die Augen sieht, ihre Gespräche finden mit gesenktem Blick statt. Schnelle, stoßweise Kommunikation."

"Sie wissen sie tragen sie in sich, als hätten sie sie bereits unternommen: Die Reise, die sie zum Einschlagpunkt zurückbringen wird, rückwärts in ihrer Geschichte, Schritt für Schritt, um ein letztes Mal zu überleben."

Verdammt schockierend und herausfordernd zu lesen. Wut, Enttäuschung, Hoffnung, Angst, Liebe.

Tragisch, fassungslos, hoffnungsvoll, enttäuschend. Versöhnung? Lesen sie über das Über-Leben.

Empfehlenswert einmalig gelesen zu werden, um es dann hinter sich zu lassen und nach vorn zu schauen. Vorsicht für traumatisierte gewalterfahrene Leser und Triggerwarnung an dieser Stelle. Begleitung und Diskussion kann hier gut helfen.

5 Raketeneinschläge funkelnd im See am dunklen Wald in Schweden.

Zusätzliche Informationen

Alex Schulman wurde am 17. Februar 1976 in Hemmesdynge (Schweden) geboren.

Alex Schulman im Netz:

Community-Statistik

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auf 82 Merkzettel

von 5 Leser*innen aktuell gelesen

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