Adrian Kasnitz

 4,3 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Wodka und Oliven, Kalendarium #8 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Adrian Kasnitz

Adrian Kasnitz, geboren 1974 an der Ostsee, aufgewachsen in den westfälischen Bergen, lebt als Schriftsteller und Herausgeber in Köln. Er veröffentlichte mehrere Gedichtbände, u.a. Glückliche Niederlagen (Sprungturm 2016) und Kalendarium (parasitenpresse 2015ff.) sowie den Roman Bessermann (Launenweber 2017). Alles weitere findet man unter

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Adrian Kasnitz

Cover des Buches Wodka und Oliven (ISBN: 9783954450008)

Wodka und Oliven

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Erschienen am 08.08.2012
Cover des Buches Kalendarium #8 (ISBN: 9783947676286)

Kalendarium #8

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Erschienen am 31.07.2022
Cover des Buches Was es bedeuten soll (ISBN: 9783947676491)

Was es bedeuten soll

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Erschienen am 25.11.2019
Cover des Buches Frischer Schnee (ISBN: 9783948229092)

Frischer Schnee

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Erschienen am 03.12.2019
Cover des Buches Kalendarium #6 (ISBN: 9783947676262)

Kalendarium #6

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Erschienen am 14.05.2020
Cover des Buches Kalendarium #7 (ISBN: 9783947676279)

Kalendarium #7

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Erschienen am 25.06.2021
Cover des Buches Mann mit Wagen (ISBN: 9783945453360)

Mann mit Wagen

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Erschienen am 11.11.2017
Cover des Buches Westfalen, sonst nichts? (ISBN: 9783981358728)

Westfalen, sonst nichts?

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Erschienen am 01.12.2012

Neue Rezensionen zu Adrian Kasnitz

Cover des Buches Kalendarium #8 (ISBN: 9783947676286)
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Rezension zu "Kalendarium #8" von Adrian Kasnitz

Kalendarium No. 8
Co_Wintersteinvor 4 Monaten

Monsieur K hat seinen neusten Gedichtband Kalendarium No.8 gedroppt. Yes! Bin große Fanfrau seiner Lyrik, weil seine Sprache mir so gut gefällt.

Sie ist präzise und irgendwie beweglich, im Sinne von modern. Spannende Wörter finden darin Platz, eine große Bandbreite. Zisterne zum Beispiel, Nachtbaustelle und Ausflugssüchtigkeit. Sie klingt poetisch, wirkt auf mich echt und kommt dabei ohne Pathos, Kitsch und Dramatik aus. Ich kann diese Kasnitz Sprache eigentlich gar nicht richtig beschreiben, aber ich forsche weiter ...

Das Kalendarium Projekt umfasst 12 Bände im jahreszeitlichen Zyklus. Jedes Jahr erscheint ein Band in fortlaufender Reihenfolge der Monate (dieses Jahr August) und enthält für jeden Tag des Monats ein Gedicht. 

Eigentlich hätte ich also jeden Tag genüßlich ein Augustgedicht lesen können, hab ich aber nicht, sondern sofort alle hintereinander weg und dann nochmal - zu groß war die Neugierde.

Das am 12.8. hat mir am besten gefallen. Für alle heutigen Geburtstagskinder da draußen oder für Fans des höchsten Berges in Ligurien, das ist Euer Gedicht:


12.8. [Monte Ceppo]

Als ich den Berg sah, wusste ich nicht weiter

der Wald war gut zu mir und duftete

wie dein Hals in guten Sommernächten 

Gebt mir Mut, bat ich die Nadelbäume

um die Grenze jenseits der Nadelbäume zu erreichen

Der kahle Berg war eine Pracht

wie alte Männer ohne Haare eine Pracht sein können

auf ihre klapperigen Stühlen am Straßenrand

Gib mir Wasser, rief ich einer Quelle zu

die über meine Arme in mein Gesicht lief

Oben stand ich auf dem Gipfel, sah in das offene Land

wie in mein offenes Herz, dass nicht weiter wusste

als bis zum nächsten Schlag

Die vier Illustrationen im Buch sind vom Autor selbst.


Große Leseempfehlung, ich liebs❤️

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Cover des Buches Was es bedeuten soll (ISBN: 9783947676491)
C

Rezension zu "Was es bedeuten soll" von Gundula Schiffer

was es bedeuten soll
Co_Wintersteinvor 6 Monaten

Eine aufregende Sammlung von moderner hebräischer Lyrik haben Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz da zusammengetragen und übersetzt.

2019 in der Parasitenpresse erschienen

widmet sich die Anthologie der hebräischen Gegenwartsdichtung, die in Deutschland verfasst, aber bisher nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Hebräisch, so schreibt  Gundula Schiffer im Nachwort, versteht sich hier als diasporische und kosmopolitische Sprache, eingewoben in ein transnationales, ja weltumspannendes literarisches Netz (S.132).

Den vielen Gedichten, Themen und Dichter:innen in diesem Band gerecht zu werden, ist ja an dieser Stelle schier unmöglich, deshalb habe ich eine literarische Kostprobe, ein Gedicht von Maya Kuperman zitiert:

SCHLANGEN AUS DEM VERGESSENEN ORT NAMENS ZUHAUSE


Dich zu verlieren

was für eine Erleichterung

Das Geräusch des Wassers

das durch die Leitungen läuft

Ein kaltes Handtuch auf meiner Stirn

Schlangen aus dem vergessenen Ort

namens Zuhause

Ich schaue in den Himmel

Früher war Blau die Farbe deiner Augen

und dich zu verlieren 

bedeutete Angst (S.80)


Das tolle Cover stammt von Noam Weiner, einer in Tel-Aviv geborenen, in Köln lebenden Künstlerin @noamweiner

Gundula Schiffers schließt in ihrem Nachwort mit folgendem Satz:

Sie [Gedichte] gehören zu den wichtigsten und schönsten Seiten des Menschseins. Deshalb singen, dichten, sprechen wir. Wo immer wir sind, was auch immer geschieht (S.134). ➡️ ❤️


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Cover des Buches Wodka und Oliven (ISBN: 9783954450008)
Kult-Literatens avatar

Rezension zu "Wodka und Oliven" von Adrian Kasnitz

Rezension zu "Wodka und Oliven" von Adrian Kasnitz
Kult-Literatenvor 10 Jahren

„Wodka und Oliven“ erzählt die Geschichte eines Suchenden, eines Mannes, dessen Verhalten einer bipolaren Störung geschuldet sein muss. Dem Autor Adrian Kasnitz gelingt es, diesen Geist, der zwischen Manie und Depression hin und her gerissen wird, offenzulegen und das Spiel seiner Erinnerungen mit ästhetisch schönen Bildern zu zeichnen. Doch reicht das aus, um eine wirklich gute Geschichte zu erzählen? Die Schwächen finden sich offenkundig in der Handlung. So wirken manche Stellen eher konstruiert und erzählerische Kraftlosigkeit wird durch die besondere Form der Sprache verdeckt. Diese Poesie verstärkt sogar noch die erkennbaren Schwächen im Plot und verleiht der Geschichte, mit ihrer sehr stillen Atmosphäre, einen etwas zu langen Atem. Daher kommt oft mehr Langeweile als Spannung auf. Bei einigen Subplots fragt man sich außerdem, wie sie die Handlung weitertragen oder ob man sie nicht hätte weglassen können. Beeindruckend ist dann aber wieder das Ende der Geschichte, das mit einem lauten Crescendo zum großen Schlussakt bläst. Schließlich ist anzumerken, dass die Schrift dieses Buches sehr klein ist und kein echtes Lesevergnügen bereitet.

Daher ist mein Fazit eher zwiegespalten: Denn nur wer sich durch die ersten 150 Seiten gequält hat, wird am Ende mit Sicherheit belohnt. Nur für echte Literaturliebhaber zu empfehlen.

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